Meridian – Dehnübungen

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Meridian – Dehnübungen

Stimuliert den Fluss unserer körpereigenen Energie in den Meridianen

Meridian – Dehnübungen sind keine gewöhnlichen Sportübungen. Sie dienen vielmehr dem ungehinderten Fluß der körpereigenen Energie. Um Blockaden aufzulösen und eine harmonische Ausgewogenheit im Energiehaushalt herzustellen. Um eine bestehende Ausgewogenheit aufrecht zu erhalten. Um ein ausgeglichenes Zusammenspiel mit Geben und Nehmen aller Meridiane zu fördern und dadurch allen Elementen des Körpers die  Lebensnotwendige Kraft zu geben.

Bei richtiger und konsequenter Ausführung wirken Meridian – Dehnübungen aktivierend auf Körper und Geist. Das Fühlen unseres eigenen Körpers und das daraus resultierende Aktivieren steht im Vordergrund. So wirst du dich bereits nach kurzer Zeit nach dem Üben fitter und vitaler fühlen und dadurch mehr Lebensfreude und Lebenskraft erreichen.

Versuche nicht mit Körperkraft oder Gewalt die jeweilige Dehnposition einzunehmen und zu intensivieren, sonder gleite vielmehr in sie hinein. Allein durch das Gewicht des eigenen Körpers wirst du die für dich maximale Dehnposition erreichen und ständig verbessern.

Je weniger Anstrengung du aufwendest , je lockerer du die Übungen absolvierst, desto effektiver wirken sie im Körper. Dehne deinen Körper nur soweit es dir ohne Schmerzen und bei normaler Atmung noch möglich ist.

Nimm bei allen Meridian Dehnübungen die jeweilige Ausgangsstellung ein. Lass deine Gedanken zur Ruhe kommen. Atme tief und gleichmäßig in den Bauch. Wenn du bereit bist, nimm mit der Ausatmung die Dehnposition ein bis ein erster Dehnungsreiz spürbar ist. Dann lass alle Muskeln aus und überlass es dem Gewicht deines Körpers weiter in die Dehnung zu gleiten. Atme währenddessen tief und gleichmäßig in den Bauch. Das entspannte Atmen steht im Vordergrund gegenüber einer sehr intensiven Dehnung.

Wenn du spürst, dass deine Muskeln während der Übung elastischer werden, verstärke die Dehnung etwas –  solange du noch immer ruhig und gleichmäßig atmen kannst.

Bleib innerlich entspannt und konzentriere dich auf die Spannungslinie deines Körpers. Fühle in deine Dehnung hinein. Beobachte, wie sich die Spannung im Körper mit der Aus- und Einatmung verändert. Halte jede Stellung für 7 ruhige und tiefe Atemzüge. Bei starken Unausgewogenheiten in einem Element, oder bei hartnäckigen Blockaden ein Vielfaches von Sieben ( 14, 21, 28 etc. ) Absolviere generell alle Meridian Dehnübungen täglich in der beschriebenen Reihenfolge um einen aktiven, wachen Körper und Geisteszustand zu erreichen und zu erhalten.

Vorübung

Stell dich Schulterbreit, mit leicht gebeugten Beinen und lockeren, hängenden Schultern an einen für dich angenehmen, ruhigen Ort. Leg deine rechte Hand auf den Bauch, unterhalb des Nabels, deine linke Hand lege auf deine rechte. Beobachte deinen Atem. Erzwinge nichts. Dann wird es geschehen, dass er in dein Zentrum fließt und du dir dessen bewusst wirst. Dies geschieht von selbst. Jedes wollen würde es nur verhindern. Beobachte die Veränderungen in deinem Körper während der Atmung.

Besonders wichtig ist die Ausatmung. Hier liegt die Entspannung. Hier kommt stagnierende Energie zum Fluss. Überlass deinem Körper diese Atemphase – es passiert von selbst.

Bei der Einatmung nimmst du Energie auf. Du spürst wie es sich in deinem Zentrum sammelt. Von dort breitet es sich in Brustkorb, Arme, Kopf und Beine aus. Spüre dieses sich ausbreiten. Du fühlst dich Energiegeladener.

Atme eine Zeit in dieser einfachen Weise und spüre dich. Werde vertraut mit dem An- und Abschwellen der Energie deines Körpers im Rhythmus der Atmung.

Atme in dieser bewussten Art auch während den folgenden Übungen.

Konzeptionsgefäß

Schulterbreiter Stand mit leicht gebeugten Beinen und aufrechtem Oberkörper. Beide Hände auf das Gesäß legen. Mit der Ausatmung den Kopf in den Nacken legen und den Bauch herausstrecken. Die Körperspannung auslassen und ganz locker werden. Mit den Händen am Gesäß abstützen. Dabei zulassen, dass sich der Oberkörper weiter und weiter nach hinten beugt. Den Mund aufmachen und das Unterkiefer locker lassen, um auch in der Kehle in die Dehnung zu kommen. Dabei nicht sosehr den Wert darauf legen, den Körper nach hinten zu beugen, sondern bewusst den Bauch nach vorne herausstrecken. Das nach hinten beugen, fallen,  soll vielmehr von selbst passieren.  Wenn der gesamte Oberkörper inklusive Kehle das Maximum der Dehnung erreicht hat, ist die Spannungslinie im gesamten Bauchraum bis zur Kehle spürbar. Langsam und gleichmäßig in den Bauch atmen. Nach mindestens sieben Atemzügen die Spannung nachlassen und den Körper langsam aufrichten. Die Hände bleiben am Gesäß um gleich in die nächste Übung für das Lenkergefäß zu gehen.

  • Konzeptionsgefaess

Lenkergefäß

Schulterbreiter Stand mit leicht gebeugten Beinen und aufrechtem Oberkörper. Beide Hände liegen noch auf dem Gesäß. Mit der Ausatmung den Oberkörper nach vor beugen und mit beiden Händen vom Gesäß zu den Waden gleiten. Die Spannung aus dem Körper nehmen und ganz locker werden. Zulassen, dass sich der Oberkörper immer weiter und weiter zu den Knien beugt. Die Nackenmuskulatur auslassen und das Kinn in Richtung Brustkorb bringen. Langsam und gleichmäßig in den Bauch atmen. Die Spannungslinie sollte jetzt in der Rückseite beider Beine, über das Gesäß zur Wirbelsäule bis zum Kopfansatz spürbar sein. Nach mindestens sieben Atemzügen die Spannung nachlassen und den Körper langsam aufrichten.

  • Lenkergefaess

Lunge und Dickdarm

Mit etwas mehr als Schulterbreit geöffneten, leicht gebeugten Beinen und aufrechten Oberkörper stehen. Beide Beine mit den Zehen leicht zueinander drehen. Den Oberkörper und die Arme strecken. Beide gestreckten Arme am Rücken zueinander bringen. Mit den Daumen verhaken. Tief in den Bauch einatmen und mit der Ausatmung den Oberkörper vorbeugen. Beide gestreckten Arme nach oben und vor drücken. Die Muskulatur im gesamten Rumpf und im Nacken auslassen. Der Kopf ist ganz leicht. Währenddessen tief und gleichmäßig in den Bauch atmen. Wenn die Muskulatur im Nacken nachgibt, dehne die Arme ein Stück weiter nach vor. Achte auf die vollständige Ausatmung und darauf, um wie viel leichter es dir dabei fällt, wenn deine Energie sich von deinem Körperzentrum zu den Extremitäten bewegt.  Wenn sich währenddessen ein Druck im Kopf bildet, kontrolliere ob die Muskeln im Rumpf und Nackenbereich wirklich losgelassen sind, oder richte deinen Oberkörper etwas auf. Nach ca. 7 Atemzügen die Spannung nachlassen und den Körper aufrichten. Beide Arme hinten lassen, die Daumen auf die andere Seite verhaken. Den Oberkörper und die Arme strecken und mit der Ausatmung die Übung wiederholen.

  • Lunge_und_Dickdarm
  • Lunge_und_Dickdarm_02

Magen und Milz

Hier gibt es – je nach körperlicher Verfassung – mehrere Möglichkeiten, die jede für sich in Ordnung ist, so lange man die Dehnung fühlt, aber nicht in den Schmerz hineingeht. Keinesfalls sollte  eine Position gewählt werden, die  Schmerzen in der Lendenwirbelsäule oder in den Beinen bereitet. Ausgangsstellung ist der Fersensitz.

Tief in den Bauch einatmen, den Oberkörper aufrichten und mit der Ausatmung den Oberkörper zurücklehnen und die passende Position wählen.

In der  Ersten Position lehnt der Oberkörper in ca. einem Winkel von 45° nach hinten und wird von den gestreckten und nach hinten gestützten Armen gehalten.
In  der zweiten wird der Oberkörper weiter nach hinten gelegt und von den Unterarmen und dem Ellbogen gestützt.
In der dritten Position wird der Oberkörper komplett nach hinten gelegt, die Arme über den Kopf nach hinten gestreckt und am Boden abgelegt.
Der Rücken bildet jetzt eine Brücke.
Und schließlich in der vierten werden die  Fersen  ein Stück geöffnet, um das Gesäß dazwischen zum Boden sinken zu lassen. Gesäß, Schultern, Kopf und Arme liegen jetzt entspannt am Boden.
Bei Erreichen der passenden Endposition lass alle Muskelspannung los und falle richtiggehend in die Dehnung.
Für 7 tiefe, ruhige, entspannte Atemzüge in der individuell passenden Stellung bleiben. Achte auf die Spannungslinien, die bei dieser Übung auf den Vorderseiten von Rumpf und Beinen, sowie in den Armen zu spüren sind. Fühle aber auch das stete Nachlassen dieser Spannung und wie du mit jeder Ausatmung weiter in die Dehnung fallen kannst.
Mit der letzten Ausatmung wieder aufrichten.

  • Magen_und_Milz_01
  • Magen_und_Milz_02
  • Magen_und_Milz_03

Herz und Dünndarm

Am Boden sitzen und die Fußsohlen zueinander bringen. Mit beiden Händen die Füße bei den Zehen umgreifen und die Fersen so weit als möglich zum Körper bringen. Die Arme strecken und den Oberkörper aufrichten. Tief in den Bauch einatmen. Mit der Ausatmung den Oberkörper nach vor beugen und mit beiden Armen leicht zum Boden ziehen. Dabei beide Ellbogen vor die Unterschenkel geben. Die Nackenmuskulatur auslassen, sodass der Kopf nach vor fällt. Jetzt die komplette Spannung im ganzen Körper auslassen, speziell in den Schulterblättern. Die Arme ziehen in Richtung Boden und lösen dabei die Schulterblätter, die sich links und rechts von der Wirbelsäule nach außen bewegen. Der Oberkörper kippt langsam immer weiter nach vor und öffnet dabei die Leisten, sodass auch die Beine immer weiter zu Boden kippen können. Wobei das Gesäß immer Bodenkontakt halten soll.

Die Position für 7 tiefe, entspannte, ruhige Atemzüge halten. Achte auf die Spannungslinie in den Leisten, den Beinen und den Schulterblättern. Achte darauf, um wie viel es dir mit der Ausatmung leichter fällt, weiter in die Dehnung zu gehen. Mit der letzten Ausatmung lass die Spannung nach und richte dich wieder auf.

  • Herz_und_Duenndarm
  • Herz_und_Duenndarm_02

Niere und Blase

Mit ausgestreckten und schulterbreit geöffneten Beinen am Boden sitzen. Beide Beine durchstrecken, die Kniekehlen auf den Boden drücken und die Zehen zurückziehen. Den Oberkörper aufrichten, beide Arme nach oben strecken und tief in den Bauch einatmen. Mit der Ausatmung den Oberkörper nach vor – zu den Beinen – beugen. Beide Arme nach vor zu den Zehen strecken. Dabei die Handflächen so drehen, dass der Daumen zum Boden und der kleine Finger nach oben zeigt. Jetzt die Spannung aus dem Körper nehmen, den Kopf nach vor fallen lassen – mit dem Kinn zum Brustbein.

Auf die Spannungslinie achten, die sich von den Fußsohlen, über die Waden, die Rückseite der Oberschenkel, das Gesäß, entlang der Wirbelsäule bis zum Hinterkopf ausbreitet. Bei mehrmaligen üben ist sie auch über den Kopf bis zu den Augen spürbar.

Mit jeder Ausatmung ein kleines Stück weiter in die Dehnung fallen. Nach 7 tiefen, entspannten Atemzügen den Körper wieder aufrichten.

  • Niere_und_Blase_01
  • Niere_und_Blase_02

Herz / Kreislauf und Dreifacher Erwärmer

Mit überkreuzten Beinen am Boden sitzen, das rechte Bein befindet sich näher am Körper. Die Fersen nahe zum Körper ziehen. Den Körper aufrichten und die gestreckten Arme so vor dem Körper überkreuzen, dass der linke – also gegengleich zu den Beinen – näher beim Körper ist. Die Arme mit den Händen oder Unterarmen auf den Oberschenkeln ablegen. Tief in den Bauch einatmen, den Oberkörper und die Arme strecken und den Oberkörper mit der Ausatmung nach vor beugen. Die Spannung aus dem Körper nehmen, den Kopf nach vor fallen lassen – mit dem Kinn zum Brustbein. Der Körper sinkt immer weiter in die Dehnung, wobei das Gesäß Bodenkontakt behält. Dadurch öffnen sich die Leisten und die Beine kippen ebenso weiter in Richtung Boden. Achte auf die Spannungslinie des Meridians im Gesäß, den Außenseiten der Oberschenkeln, den Außenseiten der Oberarme, der Schultern und des Nackens. Achte auf eine vollständige Ausatmung und eine Entspannte Haltung. Nach 7 Atemzügen wieder aufrichten und die Übung mit gegengleicher Arm- und Beinhaltung wiederholen.

  • Herz-Kreislauf_01
  • Herz-Kreislauf_02

Leber und Gallenblase

Mit zur Grätsche geöffneten und gestreckten Beinen am Boden sitzen. Die Zehen zurückziehen. Der Oberkörper ist aufrecht und die Arme sind nach oben gestreckt. Tief in den Bauch einatmen. Mit der Ausatmung den Oberkörper zur Seite über das gestreckte linke Bein legen. Die Zehen bleiben zurückgezogen. Der obere Arm liegt über den Kopf und die Finger beider Arme sind zu den Zehen gestreckt. Den Kopf so drehen, dass der Blick nach oben gerichtet ist. Jetzt die Spannung aus dem Körper nehmen und richtiggehend in die Dehnung hineinfallen. Alle Muskeln auslassen und währenddessen tief und entspannt in den Bauch atmen. Auf die Spannungslinie in den Innen- und Außenseiten der Beine, an der Außenseite des Oberkörpers – von der Achselgrube zur Hüfte, im Nacken-, Schulter- und Halswirbelsäulenbereich achten. Achte auf die Bereitschaft des Körpers, mit jeder vollständigen Ausatmung ein Stück weiter in die Dehnung gehen zu können. Nach 7 Atemzügen den Oberkörper wieder aufrichten und mit der nächsten Ausatmung die Übung zur rechten Seite wiederholen.

  • Leber_und_Galle_01
  • Leber_und_Galle_02
  • Leber_und_Galle_03